Netzwerke fest wie Knoten

In der Zeit habe ich einen schönen Artikel zu Networking und Netzwerke knüpfen gelesen. Ein wunderbares Zitat daraus:

„Netzwerken sei nicht Mittel zum Zweck, sondern eine Haltung im Leben“.

Im Artikel wird beschrieben, dass Menschen Netzwerken beitreten, weil sie sich daraus Kontakte erhoffen, die Ihre Karriere voranbringen. Tenor des Artikels ist und das ist genau, was meiner Haltung entspricht:

„Wer nichts erwartet, knüpft erfolgreichere Netzwerke“.

Wichtig ist, dass man mit keinerlei Erwartungen ans Netzwerken geht. Es gibt Treffen, da finden zwar gute Unterhaltungen statt, aber es passiert danach erst einmal nichts. Und dann trifft man auf einem Treffen plötzlich genau den Kontakt, der einen nicht nur menschlich weiterbringt, sondern auch durch eine Empfehlung zum nächsten, bereichernden Kontakt bringt.

Netzwerken geht nur ohne Druck

Meist ist es so, dass der Kontakt,

  • den man nicht zielgerichtet anstrebt,
  • wo man sich einfach von seinem Bauchgefühl leiten läßt,

im Nachhinein am Wertvollsten für sein Netzwerk ist. Meist entstehen aus solchen Kontakten nachhaltige Verbindungen. Daraus ergeben sich dann auch erfolgreiche Beziehungen, denn Vertrauen spielt hierbei eine große Rolle. Jeder Mensch öffnet sich denen am Meisten, denen er vertraut. So kennen diese Netzwerkpartner auch genau die Zielrichtungen des Gegenüber und können so weitere Verbindungen herstellen. Über diesen Weg habe ich auch mein derzeitiges Netzwerk aufgebaut und es ist sehr tragfähig.

Solche Verbindungen mit Netzwerkpartnern erhält man aber nur,

  • wenn man offen auf andere Menschen zugeht,
  • nichts erwartet und auch
  • erst einmal etwas gibt, anstatt gleich nehmen zu wollen.

Das ist auch bei Kerstin Hoffmanns Seite zu Ihrem Buch „Prinzip kostenlos“ beschrieben.

Ein absolutes „No go“ beim Netzwerken sind diese „Kontaktesammler“ auf Teufel kommt raus. Einfach so viel wie möglich Menschen die Visitenkarte in die Hand drücken und weiter. Das geht gar nicht und führt letztlich zu negativen Reaktionen. Nachhaltigkeit und Vertrauensbasis sind hierbei nicht gegeben.

Wie halten Sie es mit dem Netzwerken? Haben Sie Netzwerke, die fest wie Knoten sind?

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Genauso! Netzwerken ist kein Job und schon gar kein Akquiseinstrument. Netzwerken ist Lebensphilosophie und darf durchaus Spaß machen. Und wer Cocktailparties nicht mag: Es gibt viel subtilere, spannendere Formen des Netzwerkens.

    Im Zeitalter von Social Networks können sogar leise Menschen netzwerken, eben weniger direkt. Ggf. sogar nachhaltiger.

    • Lieber Lars,
      ja, genau, es darf und sollte sogar Spaß machen. Mit dieser Einstellung lernt man ganz schnell gleichgesinnte Menschen kennen, die es verstehen, sich gegenseitig zu unterstützen ohne auf den eigenen Vorteil zu schielen. Diese Art des Netzwerken zahlt sich für Jeden aus, wenn nicht früher, dann auf jeden Fall später und vor allem nachhaltiger!
      LG Silke

    • Gestern war ich wieder auf einer Netzwerkveranstaltung. Ganz ohne Erwartungen ging ich hin und wurde reich belohnt! Erstmal habe ich viel Input für mich und meine Arbeit mitgenommen, aber noch viel mehr, ich habe eine tolle Frau kennengelernt, die mir in Xing schon länger aufgefallen war. Das Gespräch, das sich spontan ergeben hat war wirklich sehr interessant und hat Dinge ans Tageslicht gebracht, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Wieder einmal hat sich bestätigt, dass der erste Eindruck zwar sehr wichtig ist, aber das es sich oft lohnt diesen Eindruck zu hinterfragen und den Menschen dahinter zu entdecken. Das war wiedermal eine schöne Erfahrung! Daher finde ich Netzwerken toll und das, was sich daraus ergibt, kann unerwartete Früchte bringen. Viel Erfolg beim Netzwerken, denn Netzwerke können fest wie Knoten werden!

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