Social Media, ich brauche nur jemanden, der mal etwas postet

Kürzlich habe ich mich mit einem Kollegen über Social Media und das notwendige Engagement unterhalten. Er erzählte mir von einem Kunden, der einfach nur für kleines Geld jemanden haben wollte, der so einmal die Woche ein Bild postet und so ein bisschen zum Thema recherchiert und ab und zu mal einen Beitrag verlinkt. Sich mit Strategie zu beschäftigen war zu viel Aufwand. Und das sei ja gar nicht notwendig.

Leider findet sich für diese Kunden immer jemand am Markt, der das dann auch macht. Wenn man dann irgendwann den Unternehmer trifft, erhält man die Aussage: „Social Media, ja, das machen wir, aber bringen tut das ja nichts!“, Stimmt, mehr als das Gewissen beruhigen bringt es nicht.

Social Media Love

Dabeisein ist alles? Ist Social Media so sinnvoll?

Meine Antwort ist hier ein klares NEIN. Dann sollten Unternehmen lieber auf ein Engagement in Social Media verzichten. Ich verstehe total, dass Unternehmen in Moment dafür keine Ressourcen haben oder Social Media für sie derzeit nicht das Thema ist. Dann ist es ok, dass sie sich dort nicht engagieren. Aber halbe Sachen machen keinen Sinn und bringen vielleicht mehr Schaden als das sie nützen.

Ein Engagement in Social Media ist mehr als nur ab und zu mal etwas zu posten. Es ist

  • Kommunikationsweg
  • das Bild des Unternehmens nach außen tragen
  • Kommunikation mit aktuellen und potentiellen Kunden
  • Vertriebsweg
  • Echtzeitinformation
  • Vertrauen aufbauen
  • und noch ganz viel mehr…

In Ihre bisherige Kommunikation stecken Sie doch auch ganz viel Herzblut und Arbeit, oder? Geschäftsunterlagen oder Ihre Website prüfen Sie akribisch auf Fehler und wollen, dass das Bild des Unternehmens nach außen stimmt. Warum soll es bei Social Media anders sein? Bloß, weil Sie sich nicht auskennen oder nicht die Zeit aufwenden wollen, weil Sie den Sinn für Ihr Unternehmen noch nicht sehen, aber mitmachen wollen?

Alles verständlich, doch mein Rat ist hier klar: Entweder ganz oder gar nicht – Liebe oder Lassen!

Wie Sie Social Media erfolgreich angehen, habe ich hier bereits ausführlich beschrieben. Wenn Sie sich mit dem Thema in Ruhe auseinandersetzen und es langsam, langfristig und mit Strategie angehen, wird sich auch der Erfolg zeigen. Es gibt ganz wunderbare Beispiele im Netz.

 

Was Social Media noch so bringen kann

Für mich ist Social Media fast wie eine Dating-Plattform. Ich lerne Menschen aus verschiedenen Regionen, Branchen im Netz kennen. Dadurch treffe ich viele spannende, interessante Menschen als früher. Erst virtuell, komme mit ihnen ins Gespräch und über kurz oder lang dann auch im „echten“ Leben.

Wer mit mir vernetzt ist, weiß sehr schnell, welche Themen mich bewegen und welche Haltung ich habe. Das macht die Kommunikation viel leichter. Ich frage, wenn jemand nach Hamburg kommt: Wollen wir uns treffen? Oder nutze Veranstaltungen, die ich besuche, um mehr und mehr Menschen offline kennen zu lernen. Das macht die Gespräche danach viel intensiver.

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Und so kann dann ein Treffen aussehen, ganz plötzlich auf einer Veranstaltung. Ich habe dann sofort das Gefühl, ich kenn die Menschen schon ewig. (mit Lars Hahn und Susanne Westphahl)

Zudem konnte ich den ein oder anderen Einkauf für mich durch Social Media erleichtern. Ich habe einfach in meinem Netzwerk nach Empfehlungen gefragt und richtig gute erhalten. Auch durch Empfehlungen von Kollegen bin ich auf das ein oder andere Produkt, Restaurant, Geschäft aufmerksam gemacht worden, dass ich wahrscheinlich so nie entdeckt hätte. Die Welt wird einfach vernetzter und erfassbarer für mich.

 

Aktives Netzwerken – Social Media macht einfach

Für mich haben sich über Social Media neben vielen Bekannten, Kollegen auch wirklich gute Freunde gefunden. Wir unterstützen uns gegenseitig, arbeiten zusammen und natürlich haben sich Kunden und wunderbare Aufträge auf diesem Weg ergeben.

Ohne Twitter hätte ich längst nicht so einen guten Start hier in Hamburg gehabt. Twitter war mein erster Kanal, neben XING, den ich sehr intensiv gefüllt habe. Irgendwann kam mal jemand auf mich zu und sagte, „wie toll, dass ich Dich treffe, ich wollte Dir schon längst mal sagen, wie gut ich mich bei Dir über aktuelle Themen informieren kann. Du bist ein wirklicher Newskanal.“ Ein tolles Kompliment für meine Arbeit.

Aber auch in den anderen Kanälen funktioniert es. Spannend ist, dass jeder Kanal seine eigene Community hat. In Instagram habe ich einen völlig anderen Personenkreis als in Facebook und bei Google+ sind es auch andere Menschen, die im näheren Dunstkreis zu finden sind. Natürlich gibt es viel Überschneidungen. Auf jeden Fall ist der Kontakt einfach und man freut sich, wenn man sich im realen Leben trifft.

 

Schneller, unkomplizierter Kontakt

Telefonisch erreicht man vielleicht den ein oder anderen heute schwieriger, doch über Social Media ist der Draht zu den Menschen einfach schneller und unkomplizierter. Selbst an vielbeschäftigte Geschäftsführer oder Kollegen kommt man leichter heran. E-Mails gehen in so manchem Postfach heute unter, aber eine Nachricht über Social Media liest sich eher.
Aufträge über Social Media? Wie soll sowas denn gehen? Viele Unternehmer sind hier noch sehr kritisch. Doch ich habe es bereits mehrfach erlebt. Erst spinnt sich ein kurzer Kontakt, dann ein Gespräch zu einem Post oder eine private Unterhaltung zu einer Frage und dann klingelt plötzlich das Telefon und der Kontakt wird zu Kunden. Schön ist, dass der Vertrauensaufbau, der bei Kaltakquise erst erfolgen muss, über Social Media bereits erledigt ist. Der potentielle Kunde hat ja bereits viel über das Unternehmen, den Unternehmer erfahren.

 

Wissen teilen und sich informieren –  ein dickes Plus von Social Media

Am Anfang war ich auch jemand, der ganz viel Wissen aus Social Media abgezapft hat. Ich konnte viel von bereits aktiven Kollegen lernen. Ich habe mir Kanäle und Menschen gesucht, die mir genau das bieten, was ich zu diesem Zeitpunkt brauchte.

Aber auch direkte Unterstützung ist möglich, denn in Social Media unterstützt man sich.  Fragen, wie: Wie kann ich das oder das machen…? Wo kann ich das oder das nachlesen…? Wer war der Experte auf dem und dem Gebiet…? Wo war noch mal das oder das erklärt…? Schnell gefragt im Netz und die Antwort kommt prompt. Unkompliziert, ohne Hintergedanken, frei heraus und ohne dafür etwas zu verlangen. Hier ist Geben oft an erster Stelle. Denn jeder kann ja auch mal in die Situation des Nehmens kommen.

Irgendwie ist es wie eine große Klicke, man tut sich zusammen, erfährt und lernt viel von anderen und ist nie allein unterwegs. Auch Menschen, die sonst eher zurückhaltend sind, finden in Social Media einen Raum, um sich zu zeigen.

Für mich ist diese schöne neue Welt einfach eine ganz wunderbare Erfahrungswelt, die ich nie wieder missen möchte. Gern zeige ich Ihnen, wie Sie für sich persönlich, aber auch für Ihr Unternehmen die Liebe und die Vorteile entdecken und den Erfolg für Ihr Unternehmen einfahren können. Melden Sie sich!

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie Ihre Liebe jetzt entdeckt oder „daten“ Sie noch?

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Silke,

    Danke für den Blogartikel – ganz hervorragend zusammengefasst: User die Social Media nicht als eine Online-Welt mit Wertschätzung Menschen gegenüber (oder besser deren Digitaler Zwillinge) sehen, sondern als irgendeine delegierbare Pflicht, wird ein nachhaltiger Erfolg verwehrt bleiben. Ist eigentlich eine ganz einfache Gleichung.

    Schön, dass wir uns auf diesem Weg sozusagen gedatet haben 🙂

    Ein herzlicher Gruß
    Barbara

    • Ganz lieben Dank Barbara,

      ja, auch unser Kontakt ist über Social Media entstanden und es sind auf Veranstaltungen ganz wunderbare Gespräche daraus geworden. Social Media mit echtem Nutz- und Mehrwert!!!
      Einen herzlichen Gruß zurück
      Silke

  2. Hallo Silke, vielen Dank für diesen Beitrag.

    Bei mir fragen auch immer wieder Unternehmen an, die „nur mal ein wenig“ Social Media machen wollen. Immerhin wären sie mit einer bezahlten Werbeanzeige schon auf dem ersten Platz zu finden. Ihnen kommt dann irgendwann mal in den Sinn, es den Mitbewerbern gleich zu tun und sie wollen nun auch so eine Sichtbarkeit.

    Wenn ich ihnen dann erkläre, das man auch nicht nur ein „bisschen schwanger“ ist, sondern sich entweder ganz oder gar nicht für diese Sache entscheidet, dann wird es oftmals sehr ruhig am Ende des Telefons.

    Dann höre ich Ausreden wo ich echt Gefahr laufe, wegen dem heftigen Kopfschütteln eine Gehirnerschütterung zu bekommen:

    „Hach, Facebook ist doch keine Arbeit…oder „Texte stehen doch im Internet …“ oder :“Das muss ich alles machen? Da habe ich keine Lust zu…“

    „Machen lassen“ ist keine Daueroption – dann sollte man sich lieber erst gar nicht mit den sozialen Netzwerken auseinander setzen. Es gibt von dieser Sorte Unternehmen einfach noch zu viele, die meinen, das man das Ganze locker aus dem Ärmel schüttelt.

    Das man wertvolle Kontakte in den sozialen Netzwerken kennen lernt, sich mit ihnen verbinden kann und sogar gegenseitige Unterstützung bekommt, das erreicht man eben nicht durch „machen lassen.“
    Aber, kommt Zeit kommt auch irgendwann mal die nötige Portion Einsehen dazu.
    Einen lieben Gruß aus Biberach an Dich 😉
    LG Tina

    • Danke Tina,

      das „bisschen schwanger“ gefällt mir, ein schöner Vergleich. Machen lassen finde ich immer die schlechteste Variante. Dann weiß ich noch immer nicht, wie die Social Media Welt tickt und was sich die Kunden von mit wünschen.
      Wir arbeiten gemeinsam an der weiteren Einsicht. 😉
      Viele Grüße zurück
      Silke

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