Stärken: Unternehmen, hebt die Schätze Eurer Mitarbeiter! #wassindstaerken

Manche Stärken sind im Unternehmen einfach nicht gefragt. Kennen Sie das, Sie sind richtig toll auf einem Gebiet, aber Ihr Chef sieht oder nutzt das nicht? Oder auf der anderen Seite: Sie haben einen Mitarbeiter, in den Sie viel Hoffnungen gesetzt haben und stellen fest, dass er diese Stärken nicht hat. Das vereinbarte Ziel wird einfach nicht erreicht. Wie lösen Sie nun das Dilemma?

In meiner angestellten Zeit bekam ich einen Chef, der kaum ein Ohr für Veränderung und neue Wege hatte. „Wir haben das schon immer so gemacht!“ Nach kurzer Zeit gab ich auf, mich einzubringen. Ich machte dann Dienst nach Vorschrift. Nach und nach ließ die Motivation nach und ich war letztendlich sehr unmotiviert. So geht es sicher so manchem Mitarbeiter, der seine Stärken einfach nicht einbringen kann, weil Chefs diese nicht nutzen wollen oder können. So geht den Unternehmen tatsächlich viel Potential verloren.

Stärken entdecken

Was sind denn nun Stärken? Svenja Hofert schreibt in ihrem Buch „Was sind meine Stärken?“:

Buch StärkenEine Stärke ist eine Stärke, wenn

  • sie charakteristisch für Sie ist,
  • Sie sie gern mögen,
  • Sie sie gern wachsen lassen wollen – bis zu einem Entwicklungsgrad, den Sie bestimmen.

Die Krux an Stärken ist, dass wir selbst sie kaum spüren. Wir empfinden sie für uns einfach als selbstverständlich und normal. Dementsprechend hilft die Sicht anderer. Mir war beispielsweise nie bewußt, dass mir Netzwerken einfacher fällt als anderen. Ich mach es einfach aus dem Bauch heraus. Trotzdem sieht mein Umfeld es als meine Stärke an.

Stärken können sich auch im Laufe des Lebens weiterentwickelt oder verkümmern. Je nach der jeweiligen Position werden die Eigenschaften mehr oder weniger genutzt. Früher waren ganz andere Stärken in meinem angestellten Job wichtig als heute als Selbständige. Für den Einstieg ins Berufsleben waren auch andere Stärken gefragt als es heute.

Im Laufe der Jahre habe ich viele Tests gemacht, Bücher dazu gelesen und Experten befragt. Ich habe für mich analysiert, welche Eigenschaften und Fähigkeiten mich ausmachen. Worin ich wirklich gut bin. Hier ein Ausschnitt aus meinem Big Five Test, den ich vor 5 Jahren gemacht habe.

Stärkentest

Test

  • Durch Test kommt man seinen Stärken auf die Spur.
  • Bei schnellem Antworten gelingt ein guter Einblick in die Fähigkeiten.
  • verschiedene Tests bringen mehr Überschneidungen und die Stärken werden deutlicher

Nach dem o.g. Test war für mich noch mehr klar, dass ich sowohl extrovertierte Seiten habe als auch Momente des Rückzugs benötige. Ich wurde gut auf die Spur gebracht. Ein weiterer Test von mir:

StärkentestStärkentest

Was-kann-ich-gut-Liste

  • einfach auf einem Blatt herunterschreiben, was ich gut kann
  • hierbei ist es gut, bei ganz einfachen Dingen anzufangen, wie beispielsweise lesen, schreiben, organisieren, durch das Konzentrieren auf die positiven Dinge kommt man nach und nach zu den Stärken, die im beruflichen Kontext wichtig sind

Feedback

  • es ist noch nicht lange her, da habe ich Personen aus meinem nahem Netzwerk zu meinen Stärken befragt und war überrascht vom der Eindeutigkeit der Rückmeldung
  • dieses Feedback kann man sich auf unterschiedliche Weise geben lassen, entweder durch Fragenkatalog oder durch ein Gespräch.

Die Stärken Ihrer Mitarbeiter

Letztens habe ich eine Stellenausschreibung für eine Führungsposition gesehen, wo es hauptsächlich um Soft Skills ging. Das typische Abfragen der Kenntnisse und Laufbahn, wie Studium, getätigten Jobs und Erfahrungen fehlte. Hier wurde Entscheidungsfreude, Konfliktlösungsfähigkeiten und sogar gefragt: welchen Beitrag der Bewerber zur Weiterentwicklung des Unternehmens leisten kann. Ich war begeistert. Ich kann mir vorstellen, dass das Unternehmen genau den Mitarbeiter findet, der diesen Job gut ausfüllt.

Die Realität zeigt allerdings, dass das noch ein Einzelfall ist. Meist werden Fakten abgefragt und dann Mitarbeiter eingestellt, die laut Lebenslauf den Job können. Ob er die Anforderungen erfüllen kann steht auf einem anderen Blatt. Oder Mitarbeiter nehmen einen Job an, weil sie denken, dass sie ihn können, ob er ihm auch liegt und die Bedingungen stimmen sind manchmal zweitrangig, leider.

Erlerntes Fachwissen und Methoden-Kompetenz sind nur die halbe Miete.

Dr. Bernd Slaghuis

Stärken: Unternehmen, hebt die Schätze Eurer Mitarbeiter!

Wir leben heute in einer mechanisierten, standardisierten und entpersönlichten Welt. Listen mit Anforderungen sind immer noch wichtiger als Dinge, die ein Mitarbeiter einbringen kann. Beide Seiten, Unternehmen und auch Mitarbeiter unterschätzen meiner Ansicht nach die Soft-Skills und vernachlässigen die Stärken.

Gerade in Hierarchien sitzen dann oft Mitarbeiter in Positionen fest, obwohl sie in anderen Positionen viel mehr für die Entwicklung des Unternehmens beitragen könnten. Unternehmen tun sich auch heute noch schwer zu schauen, in welcher Position ist der oder der Mitarbeiter am Besten aufgehoben. Wenn der Mitarbeiter sich nicht aktiv um eine andere Position bewirbt bleibt er stecken. In so manchem Unternehmen liegt hier ganz viel Potential brach.

Wie gelingt es das Potential der Stärken zu nutzen?

Um die Stärken der Mitarbeiter richtig zu nutzen ist ein neues Denken der Unternehmen erforderlich. Es geht nicht um Positionen sondern darum, wo der beste Platz für den Mitarbeiter ist. Das Arbeiten in Projekten, also vernetztes Arbeiten und Denken ermöglicht das Zulassen von individuellen Stärken. In Hierarchien ist kein Chef interessiert, seinen Mitarbeiter in einen anderen Bereich abzugeben, obwohl er dort seine Stärken besser einsetzen könnte. Oft denkt jeder nur in seinem Profit-Center und nicht über den Tellerrand hinaus.

Wie Sie das Potential Ihrer Mitarbeiter entdecken?

  • Das 360º Feedback ist eine Methode, um eine Einschätzung der Stärken und Leistungen aus unterschiedlichen Perspektiven vorzunehmen. Berücksichtigt kann der Blickwinkel der Mitarbeiter, der Vorgesetzten, der Kollegen, der Teammitglieder oder Kunden werden. Die Zusammenfassung ermöglicht einen guten Rund-um-Blick für den Mitarbeiter.
  • Jahresgespräche nicht nur abhalten sondern sich Zeit nehmen und die Wünsche und Anforderungen ehrlich miteinander abgleichen und nur zwischen Chef und Mitarbeiter sondern im Team führen
  • Hinschauen im täglichen Geschäft, die Mitarbeiter bewußt wahrnehmen:
    • Wofür begeistern sich Mitarbeiter?
    • Was machen Mitarbeiter gern?
    • Worin sind Mitarbeiter gut?
    • Was senden die Mitarbeiter an Signalen?
  • Nutzen von Coaching durch Dritte, um einen neutralen Blick zu erlangen
  • und und und….

Je mehr es Unternehmen gelingt, offener an die Fähigkeiten und das Potential der Mitarbeiter heranzugehen, desto mehr Wege werden sich zeigen, um neu miteinander zu arbeiten. Stärken richtig zu nutzen heißt für Unternehmen sich zu verändern.

Stärken nutzen bedeutet einen anderen Umgang miteinander

Wertschätzung ist hierbei meiner Meinung nach das Schlüsselwort. Wenn ich jeden Mitarbeiter so wertschätze, wie er ist und seine Stärken optimal für das Unternehmen einsetze, bringt es für beide Seiten mehr Erfolg und Zufriedenheit.

Je freundlicher wir miteinander umgehen, umso besser wird der Umgang miteinander. Zudem wird Jeder sich stärker einbringen. Einfühlungsvermögen ist die treibende Kraft beispielsweise für dringend erforderliche Innovationen im Unternehmen. Wenn es in Ihrem Unternehmen gelingt,

werden Sie mehr erreichen können.

Die besten Innovationen – sowohl in sozialer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht – entstehen, wenn wir uns von hohen, zeitlosen Idealen leiten lassen: Freude, Weisheit, Schönheit, Wahrheit, Gleichheit, Gemeinschaftsgeist, Nachhaltigkeit und vor allem Liebe. Für diese Werte leben wir, und Innovationen, die sich tatsächlich lohnen, verbessern und verschönern unser Leben. Deshalb liegt jeder Innovation das Bedürfnis zugrunde, unsere so lieblos gewordene Welt wieder zu verzaubern.

Gary Hamel

Woran erkennen Sie, ob Sie es richtig machen?

Die Antwort auf die Frage ist sehr einfach, Sie erkennen es an:

  • einer höheren Arbeitsmotivation
  • freundlicheren Gesichtern Ihrer Mitarbeiter
  • einer besseren Stimmung im Unternehmen
  • besseren Ergebnissen
  • zufriedeneren Kunden
  • einem besseren Gefühl
  • …..

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade #wassindstaerken von Svenja Hofert.

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