Ich liebe Twitter und warum Unternehmen es TUN sollten #TwitterundIch

Ja, ich liebe Twitter. Twitter ist immer mein wichtigstes Netzwerk gewesen und bleibt es auch! Twitter feierte gerade seinen 10. Geburtstag, ich habe im April 7 Jahr Twitter-Geburtstag und es werden wohl noch viele folgen. Daher war klar, dass ich dem Aufruf von Brandwatch zur Blogparade #Twitterundich folgen musste. Bei allem Lob gibt es aber auch kritische Dinge, die ich hier nicht verheimlichen möchte.

7 Jahre Twitter, wie die Zeit vergeht…

Wie alles bei Twitter begann

Im April 2010 habe ich mich angemeldet und dann erst mal beobachtet, beobachtet und beobachtet. Ich wollte Twitter erst verstehen, bevor ich loslege. Klar, ich war sehr unsicher. Daher hat es gedauert, bis mein erster Tweet kam. Unter https://discover.twitter.com/first-tweet kann man den ersten Tweet wiederentdecken. Wenn ich da in meiner Timeline runterscrolen müsste, wäre ich lange beschäftigt, denn es sind inzwischen fast 13.000 Tweets, die ich in die Welt gesetzt habe. Mein erster Tweet:

Twitter erster Tweet

Als ich begann, war ich in einem festen Projekt und habe mich mit #Karriere und #Outplacement beschäftigt. Daher gingen auch meine Tweets in diese Richtung. Zuerst habe ich viele Links geteilt. Ich habe bei Twitter nur durch Learning by doing erkundet, wie es tickt. Hier hätte mir bestimmt echte Unterstützung gut getan, aber die kam später.

Wer mich kennt weiß, dass das Schwierigste für mich bei Twitter die 140 Zeichen waren. Sich kurz fassen und dann noch Platz für den Link und/oder Erwähnungen lassen, das war anfangs mehr als schwierig. Wie formuliere ich nur kurz und knapp, damit die Aussage bleibt? Auch da habe ich gelernt und jetzt liebe ich genau das: knackige Aussagen, die neugierig machen.

Also habe ich nach und nach verstanden, wie Twitter funktioniert. Tweets, Retweets, Hashtags und Erwähnungen waren bald keine Fremdworte mehr. Bei Ihnen doch?

Twitter Hilfe

Bei Twitter gibt es einen Blog mit eigenen Hilfebereich und mit vielen nützlichen Tipps zu allem, was man wissen muss. Auch ein Glossar findet sich hier. Und ein hilfreiches Twitter-Abc hat Manuela Seubert hier aufgeschrieben.

Die Sache mit den Herzen und Retweets

Bei aller Liebe zu Twitter gibt es aber auch Kritik von mir. Ich habe Twitter kennen- und lieben gelernt, weil ich über Retweets mein Netzwerk erweitern und meine Themen in einen größeren Kreis zu spülen. Das Sternchen für Favorisieren spielte kaum eine Rolle, nur als Lesezeichen.

Im November 2015 wurden dann die Herzen – gefällt mir eingeführt. Viele Nutzer, vor allem neue Twitterer nutzen es ähnlich wie Facebook und damit gingen für mich gefühlt die Retweets zurück. Doch leider ist bei Twitter kein Algorithmus wie bei Facebook hinterlegt, das ist mein größter Kritikpunkt! Ein gefällt mir ist nur ein „Lob“, mehr nicht. Im Social Media Kurs erkläre ich dann eindringlich, dass Twitter von den Retweets lebt und das die große Stärke ist. Wem also ein Tweet gut gefällt, der sollte ihn besser retweeten als ihn zu „liken“.

Und: zum Glück hat Twitter die Diskussion um die 140 bzw. 10.000 Zeichen mit seinem 10. Geburtstag dementiert. Nicht, dass ich gegen Veränderung bin, aber Twitter steht für: kurz, informativ und schnell. Dafür sind 140 Zeichen genug.

Warum ich nicht mehr ohne Twitter leben kann? 😉

Ganz so schlimm ist es nicht, aber fast. Twitter hat mir in meiner Selbständigkeit sehr geholfen. Nicht nur, dass ich unzählige Kontakte geknüpft habe, echte Freunde gefunden habe, ich habe auch meine ersten Aufträge über Twitter bekommen. Nicht nur dafür liebe ich Twitter! Ich mag die Schnelligkeit, das Informative und auch die vielen Menschen, die mir wichtig geworden sind.

Wie habe ich Twitter nun für mich genutzt? Als Erstes habe ich mich zum „Link-Teiler“ für meine Themen gemacht. Ich habe mir eine Recherche-Liste zu allen Blogs und Veröffentlichungen in Online-Portalen von Zeitungen, Magazinen oder ähnlichem zum Thema #Karriere angelegt. Die interessantesten Links habe ich dann per Tweet weitergegeben. Dadurch habe ich nach und nach meine Follower gewonnen.

Aber das Wichtigste für mich ist:

Es geht bei Twitter um Kommunikation!

Ich habe den Dialog zu meinen Followern, aber auch zu den „Meinungsführern“ bei meinem Themen gesucht. Über Erwähnungen, Retweets und Kommentare bin ich ins Gespräch mit ihnen gekommen. Das ist nicht schwer. Es sind ja immer Menschen, die hinter den Bildern stecken. Aber das hat mir nicht gereicht. Ich habe immer persönlich Kontakt aufgenommen und die Menschen aus dem Netz ins Offline-Leben gezogen.

Ich habe so schon viele tolle Menschen kennengelernt, sie persönlich getroffen, uns ausgetauscht und viel über Unternehmen erfahren und wie sie so manchmal ticken. Ganz wunderbare Gespräche haben über Twitter begonnen, Verabredungen wurden getroffen und gemeinsam twittert es sich am Besten bei Veranstaltungen und Events. Irgendwann muss ich diese Geschichten wohl auch mal aufschreiben…

Netzwerken und eine Community aufbauen ist also auch für Unternehmen das Thema. Niemanden interessieren Accounts, die einfach nur Inhalte hinausblasen und fertig. Wir wollen mehr erfahren von den Menschen, die dahinter stecken. Menschen interessieren sich für Menschen. Und wie lernt man sich am Besten kennen? Beim Kaffeetrinken! So habe ich auch den Erfinder von #systematischKaffeetrinken Lars Hahn in meinem ersten Jahr über Twitter kennengelernt. Heute sind wir Freunde und unterstützen uns gegenseitig. Er hat hier seine #Twitterlove beschrieben und gibt gute Tipps, wie man twittert.

Wie Unternehmen Twitter lieben lernen können

Auch wenn es jetzt langweilig wird, ich kann es nicht oft genug sagen: legen Sie Ihre Strategie fest! Wie ich bereits hier und hier geschrieben habe, klären Sie für Ihr Unternehmen:

  • Was wollen Sie erreichen?
  • Wer ist Ihre Zielgruppe?
    • Wen wollen Sie erreichen?
  • Wofür interessiert sich Ihre Zielgruppe?
    • Welche Themen?
  • Wo finden Sie Ihre Inhalte?
    • Blogs, Magazine, Online-Presse…
  • Wie bleiben Sie auf dem Laufenden?
    • RSS oder Alert?
  • Gibt es eigene Inhalte?
    • Haben Sie ein eigenes Blog, aus dem Sie Themen in die Zielgruppe spülen?

Aber neben der Strategie ist das Wichtigste das TUN und das dann auch immer durchzuhalten. Denn es ist nicht immer leicht, die Follower fliegen einem nicht automatisch zu, manchmal gibt es einfach wenig zu den Themen oder eigene Artikel laufen einfach nicht. Genau diese Zeiten lassen Unternehmen dann zweifeln und sie stellen die Arbeit ein. Ja, Twitter ist Arbeit und kostet Zeit, aber diese Arbeit kann sich wirklich lohnen. Ich kenne inzwischen viele Unternehmen und Unternehmen, die erfolgreich mit Twitter agieren.

Lieben Sie Twitter schon oder überlegen Sie noch?

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Holla die Waldfee – da ist es wieder : das schlechte Gewissen, das ich ja auch noch an der Blogparade teilnehmen muss und zur Zeit immer wieder was dazwischen kommt. Nun denn, auf die Hinterbeine gestellt, den Stift in die Hand genommen, öhm, Notizen vervollständigen und dann mal in die Tasten gehauen 😉
    Ein wirklich schöner Beitrag der mir sehr gut gefällt. Ich mag die Art wie Du die „Liebe“ zu Twitter zeigst.
    LG Tina

    • 😀 ein bisschen Zeit hast Du noch Tina, die Blogparade läuft noch bis Ende April! Also ganz entspannt…
      Danke für Dein Lob, ich hatte schon lange vor, über Twitter zu schreiben und jetzt war die Gelegenheit. Wir haben uns ja auch über Twitter kennengelernt..

      Viele Grüße
      Silke

  2. Liebe Silke,

    auch bei deinem Artikel über Twitter (ähnlich wie bei Lars) fühlte ich mich „ertappt“: erst beobachten – meine Tweets hatte ich ca. das erste halbe Jahr geschützt; erst Links retweeten – es hat gedauert, bis ich meine eigenen ersten 140 Zeichen gewählt habe; erste Aufträge – kamen auch bei mir u. a. über Twitter :-).

    Jedoch habe ich die Sterne immer zweideutig genutzt: als Lesezeichen und als „Dankeschön“. Mit der Einführung der Herzen nutze ich diese Funktion kaum noch. Herzen haben gefühlt bei einer geschäftlichen Twitternutzung nichts zu suchen. So retweete ich nun noch viel lieber und füge (meist) einen Kommentar hinzu – für noch mehr Kommunikation und Dialog ;-).

    Übrigens: Danke für die Verlinkung meines Blogparaden-Beitrags.

    Herzlichen Gruß aus Limburg
    Manuela

    • Liebe Manuela,

      es läuft wohl bei allen gleich: erst beobachten, rantasten und dann loslegen mit der Kommunikation. 🙂
      Viele Grüße zurück
      Silke

  3. Hallo liebe Silke,

    ich bin zufällig auf diesen Artikel gestoßen und möchte dir einen kurzen Kommentar da lassen.

    Seit etwa zwei Jahren habe ich auch einen Twitter Account. Am Anfang wurde ich nie warm mit der Community und gezwitschert habe ich nur selten. Viele Freunde nutzen hauptsächlich andere Soziale Netzwerke und deswegen habe ich mich mit Twitter nie wirklich befasst. Erst seit einigen Monaten zwitscher ich regelmäßig und finde immer mehr gefallen daran. Kurz und knapp kann man seine Meinung mit der Community teilen und mit Menschen weltweit in Kontakt treten. Mittlerweile habe ich einige nette Kontakte geknüpft und es entwickeln sich Freundschaften. Man sollte die „Arbeit“ wirklich investieren, auch als Unternehmen. Dein Blogbeitrag zur Blogparade hat mit sehr gut gefallen und nochmal gezeigt, warum Twitter einfach nur toll ist!

    Ganz liebe Grüße,
    Anna

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