Kritik oder Lob, gut oder schlecht, positiv oder negativ..

Heute ist Freitag, der 13. Ist das immer ein schlechter Tag? Muss man bei einer Sache immer zuerst das negative sehen? Jede Medaille hat doch auch 2 Seiten und die Welt auch, oder? Wir Deutschen sind ja die Weltmeister im Schwarzsehen, Kritisieren und “Meckern”. Gestern war ich auf einem Weihnachtsessen. Eine Kollegin war die ganze Zeit nur am schimpfen über dies und das und jenes. Man könnte den Eindruck bekommen, dass die Welt nur schlecht ist und alle Menschen nur böses wollen. Für mich wurde die Unterhaltung im Laufe des Abends immer anstrengender.

Auch in Social Media lese ich bei einigen Menschen immer wieder nur Kritik an allem und jedem. Hier werden nur die negativen Seiten erwähnt und oftmals wird die Objektivität dann völlig vergessen. Ein gutes Beispiel ist der Kritiksturm zu Yelp. Hier gab es nur wenig konstruktiven Umgang mit dem Thema.

Im Berufskontext ist das ähnlich. Mitarbeiter werden schnell kritisiert. Und Lob? “Nicht kritisiert ist doch genug gelobt”, ja, diesen Spruch habe auch ich oft gehört. Sehen wir denn immer nur die schlechte, kritische Seite? Fallen uns die Schwächen immer als erstes auf?

Auch ich muss mich da jetzt mal an die eigene Nase fassen. Als Coach ist es mein Job zuerst alles zu analysieren. Schnell fallen mir hier die Dinge, die nicht gut laufen in den ersten Blick. Die Suche nach dem, was bereits gut läuft, die Stärken fällt da schon schwerer. Ich nehme mich da nicht aus.

Genug der Beispiele, ich glaube, Sie verstehen, worauf ich hinaus will. …und wieder habe ich zuerst erst das schlechte aufgezählt… Da scheint wohl wirklich ein “Programmierfehler” bei uns Menschen oder nur uns Deutschen? vorzuliegen?

Was können wir verändern?

ErdeAuf dem Barcamp Hamburg gab es eine Session zum Thema Freundlichkeit. Ich war erstaunt darüber. Sollte Freundlichkeit nicht an der Tagesordnung sein? Ich habe in der Session erfahren, dass das oft nicht der Fall ist. Menschen sind sehr überrascht, wenn sie plötzlich morgens freundlich von ihrem Gegenüber begrüßt werden, zum Beispiel in der Bahn.

Können Sie sich an das letzte Lob erinnern, dass Sie bekommen haben? Ging das nicht runter wie Öl? Gab das nicht einen enormen Motivationsschub?

Ich habe für mich versucht, den Blickwinkel in meinem Berufs- und Privatleben zu verändern. Ich blicke eher auf die andere Seite der Medaille, die positive. Das gelingt sicherlich noch nicht immer, aber ist der Weg einmal eingeschlagen, kann man sich daran gewöhnen.

Es sind die kleinen Dinge, mit denen jeder anfangen kann.

  • heute positiv in den Tag starten mit lieben Worten
    • darüber freut sich der Partner, Nachbar, Bäcker, der Mitfahrer in der Bahn bis hin zum Kollegen….
  • den Freitag, den 13. als Glückstag sehen
    • schon Lotto gespielt? Gerade sind über 20 Mio im Jackpot, vielleicht eine gute Idee heute einen Tippschein auszufüllen?
    • einfach mal versuchen, alle Zeichen, die man so kennt (schwarze Katze….) heute positiv zu sehen
  • mal heute nicht zu schimpfen und eher versuchen, nur das positive am Gegenüber herauszufinden
  • heute einfach mal ein Lob verschenken
  • einfach mal jemandem Danken und zwar nicht nur für große Dinge, sondern für eine Kleinigkeit
    • Danken für Ideen
    • Danken für Inspiration
    • Danken für ein Lächeln
    • Danken für…..
  • für sich selbst heute mal ein Erfolgstagebuch führen
    • Ein Tipp von einem sehr geschätzten Kollegen: jeden Tag 10 Dinge aufschreiben, die sehr gut gelaufen sind.
    • Mit genug Training und Dranbleiben ändert sich automatisch die Einstellung und der Blick auf das Positive fällt nach und nach immer leichter.

Sie sagen jetzt, das ist ja alles schön und gut, aber…. Sehen Sie doch einfach mal hier, ich habe heute morgen einen Gruß auf Twitter gesendet und die positive Seite vom Freitag den 13. hervorgehoben, das sind einige Reaktionen:

Twitter Lob

Ist das nicht schön, wenn Sie heute solche Reaktionen bekommen. Damit startet es sich doch viel leichter in einen wunderbaren Tag.

Und ich versprechen Ihnen eins:

Lob und Freude sind ansteckend! Das Fieber, sind Sie einmal infiziert, werden Sie nicht mehr los. Probieren Sie es, viel Spaß dabei!

Hier noch ein tolles Video: Lachen steckt an!!!

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  1. Mein Mentor in Studienzeiten sagte immer zu mir: “Lächeln ist anstreckend wie Ziegenpeter, das kriegt unter Garantie jeder.”

    Also habe ich es mir zum Motto gemacht meine Teilnehmer immer mit einem Lächeln im Gesicht und im Herzen zu begrüßen.

    Danke für diesen schönen Beitrag!
    Judith

  2. Guten Morgen Frau Loers,

    ein herrlicher Start in den Tag, Ihr Artikel zum Freitag, dem 13.
    Es sind diese kleinen, einfachen Dinge wie Danken, Loben und Lächeln, die Zufriedenheit und Glück in jeden Tag bringen. Wenn wir es schaffen, diese zunächst für uns selbst zu verwirklichen ist es nur noch ein kleiner Schritt auf die anderen hin, um viele Mini-Geschenke zu verteilen.
    Lottospielen? … hab ich schon ewig nicht mehr gemacht. Ich werde es heute mal wieder versuchen. Sollte es mit dem großen Gewinn klappen, lade ich Sie zu einem Essen nach Limburg ein, – mit garantiert positiven Gesprächen ;-).

    Ihre
    Manuela Seubert

    • Liebe Manuela Seubert,
      😀 Ich freue mich!
      Na und auf die Einladung zum Essen noch viel mehr… 😀 Das machen wir aber vielleicht auch mal so, wenn ich auf dem Weg bin oder Sie in Hamburg sind. Ich lerne gern die Menschen aus meinem Social Media Netzwerk persönlich kennen, denn Persönliches zählt!
      Einen wunderbaren Tag!

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